Exclusive Zucht von Französischen Bulldoggen,Französische Bulldogge

 

Exquisite Liebhaberzucht von
Französischen Bulldoggen

 

 

Was ist ein Lebershunt ?
Ein Lebershunt (portosystemischer Shunt) ist ein Blutgefäß, das Blut um die Leber herum transportiert, anstatt hindurch. Es verbindet die Pfortader mit der großen Körpervene, die zum Herzen läuft (vena cava). Bei einigen Tieren ist ein Lebershunt ein Geburtsfehler (congenitaler portosystemischer Shunt). In anderen, bilden sich viele kleine Shunts, dessen Ursache in verschiedenen Lebererkrankungen wie zB. Cirrhose liegt. Portosystemische Shunts werden weiter unterteilt nach ihrer Lage (intrahepatisch / extrahepatisch) und nach ihrer Anzahl, (single / multiple). Intrahepatische Shunts liegen innerhalb der Leber, extrahepatische außerhalb der Leber.
Um die Abweichung portosystemischer Shunt (PSS) zu begreifen, ist es wichtig, dass man weiß, wie die Situation bei einem gesunden Hund ist. All das Blut, das aus dem Magen, dem Darm und anderen inneren Organen kommt, sammelt sich in der Pfortader, die in die Leber mündet. Mit dem Blut werden alle Stoffe die im Darm aufgenommen wurden zur Leber transportiert. Neben notwendigen Nährstoffen werden aus dem Darm auch äußerst giftige Stoffe in das Blut aufgenommen. Die Leber hat zur Aufgabe die giftigen Stoffe aus dem Pfortaderblut zu filtern, so dass diese nicht in den Körper gelangen können. Einer dieser giftigen Stoffe ist Ammoniak.


Warum treten angeborene (congenitale) Shunts auf ?
Jeder Säugetier Fetus hat einen großen Shunt (ductus venosus) durch den das Blut schnell durch die fetale Leber zum Herzen transportiert wird. Da die mütterliche Leber die Aufgabe des Herausfilterns von Toxinen, Speicherung von Zucker, Herstellung von Protein für die ungeborenen Babys übernimmt, wird die Leberfunktion im Fetus nicht benötigt. Die ductus venosus schließt sich normalerweise kurz vor oder nach der Geburt, wenn die Leber des Babys anfängt zu arbeiten. Bei einigen Individuen schließt sich dieser Shunt nicht. Man nennt das persistierender Ductus Venosus oder einen intrahepatischen Shunt. In anderen Tieren, entwickelt sich ein Blutgefäß außerhalb der Leber abnormal und bleibt offen, nachdem der Ductus Venosus geschlossen ist. Das nennt man congenitaler extrahepatischer Shunt.


Warum haben Tiere mit einem Shunt Probleme ?
Bei einem gesunden Tier, werden Nahrung und andere aufgenommene Stoffe aufgespalten oder im Darm verdaut und in den portalen Blutkreislauf absorbiert, wo sie zur Leber transportiert werden. Die Leber speichert einen Teil der “Nahrung” für Energie, wandelt einiges in sichere chemische Verbindungen um, und verwendet einiges um Protein und andere Substanzen herzustellen. Da das Blut, bei Hunden mit einem Shunt größtenteils an der Leber vorbeifließt, können sich Toxine im Blut oder den Nieren bilden. Ein Tier mit so einem angeborenen Shunt wird dadurch langsam vergiftet. Hinzu kommt, dass die Leber nicht gut arbeitet, da viel weniger Blut als normal in der Leber ankommt. Zusätzlich fehlen dem Tier notwendige Stoffe um ihm eine fertige Energiequelle zu liefern und ihm beim Wachsen zu helfen.


Was sind die Symptome von einem Lebershunt ?
Die Symptome von einem portosystemischen Shunt können bereits in sehr jungem Alter auftreten, aber es kann auch bis zu eineinhalb Jahren dauern bis Symptome gezeigt werden. Daher kann ein Züchter bei einem Wurf mit Welpen im Alter von 9 Wochen nicht sicher sein, ob einer der Welpen einen Shunt hat. Ein gut ausgeführter Ammoniak Test ist die beste Möglichkeit um Sicherheit zu bekommen.
Nicht immer sind die Symptome von einem Shunt gleich und ein Hund muß auch nicht alle Symptome zeigen.
Möglichen Symptome :
ruhiges Verhalten
schnell müde werden
träge sein
viel trinken und viel urinieren
verzögertes Wachstum, Zurückbleiben
schwache Muskelentwicklung
Erbrechen , manchmal auch Durchfall
Blasenentzündung, pressen beim Urin absetzten, Uratsteine
Abnormale Verhaltensweisen und “Gehirn” Symptome
Gehirnsymptome können sein : speicheln, unbeholfen trinken, schwer schlucken, wie betrunken laufen, umfallen, zwangartige Bewegungen machen (so wie im Kreis laufen, durch die Wand laufen wollen), orientierungslos sein, unempfänglich sein, Kopf pressen, scheinbar blind sein, schlecht auf äußere Einflüsse reagieren, Anfälle, plötzlich einschlafen.
Die Symptome sind oft wechselnd stark ausgeprägt. Ein Hund kann an einem Tag völlig normal sein, und am nächsten Tag geht es ihm schlecht. Oft ist ein Hund vor allem in den ersten Stunden nach einer Mahlzeit krank. Manche Hunde werden erst diagnostiziert, wenn sie eine ungewöhnliche lange Erholungszeit nach Narkose oder Beruhigungsmitteln benötigen. Einige Tiere zeigen keine Symptome bis sie älter sind, und entwickeln dann Blasen- und Nieren-Infektionen und Harnsteine.


Welche Rassen sind gewöhnlich von Shunts betroffen ?
Hunde kleiner Rassen neigen zu Shunts außerhalb der Leber (extrahepatisch). Extrahepatische Shunts können bei allen kleinen Rassen auftreten aber gewöhnlich wird dies von Schnauzer, Yorkshire Terrier, Cairn Terriern, Malteser, Dackel, Jack Russel Terrier, Shih Tzu, Lasha Apso, und Pudel berichtet. Hunde großer Rassen neigen zu der fetalen Shuntform (persistirender Ductus Venosus) oder intrahepatische Shunts. Intrahepatische Shunts können bei allen Hunden großer Rassen auftreten, und werden auch von einigen kleinen Rassen berichtet (besonders Pudel). Am häufigsten sieht man diese Shunt Art bei Irish Wolfhounds, Labrador Retriever, Australien Sheperts, Australien Cattle Dogs, Samoyede und Alt Engliche Schäferhunde.


Sind congenitale portosystemische Shunts erblich bedingt ?
Man geht davon aus, dass congenitale (angeborene) portosystemische Shunts erblich bedingt sind. Über den Erbgang ist aber noch wenig bekannt. Wahrscheinlich ist eine polygene Vererbung, dass heißt, dass mehrere Genpaare betroffen sind. Die Vererbung ist daher eine sehr komplizierte Sache.

Wie kann ein Shunt diagnostiziert werden?
Erste Hinweise kann ein Blutbild geben.
Hunde mit congenitalen Leber Shunts haben normaler Weise erniedrigte Harnstoff und Albumin Konzentrationen im Blut. Es können leichte Anzeichen von Blutarmut vorhanden sein ( Anämie ), oder die roten Blutkörperchen können kleiner sein als normal. Die Leberenzyme können leicht erhöht sein (AST / ALT). Auch die Blutzuckerwerte können erniedrigt sein.
Der Urin kann verdünnt oder infiziert sein und Ammoniumbiurat-Kristalle enthalten.
Keine dieser veränderten Laborwerte sind aber spezifisch für einen Leber Shunt.
Hier sollte man durch Messung der Ammoniak- oder Gallensäuren-Konzentration im Blut die Funktion der Leber untersuchen.
Ammoniak-Test ( NH3 )
Ammoniak ist eines der Giftstoffe, die bei der Verstoffwechselung von Eiweiß (Protein) entsteht. Normalerweise wird das mit dem Blut zur Leber transportierte Ammoniak , in der Leber zu unschädlichem Harnstoff umgewandelt, der dann schlussendlich mit dem Urin ausgeschieden wird. Freies Ammoniak ist für den Körper sehr giftig, es schädigt Gehirn und Nervenzellen.
Ein gut durchgeführter Ammoniak-Test ist eine einfache und die sicherste Methode.
Für die Blutabnahme muss der Hund nüchtern sein. Er darf mindestens 12 Stunden nichts gefressen haben. Welpen dürfen auch nicht bei der Mutterhündin trinken. Das Trinken von Wasser ist aber gestattet.
Im Prinzip muss der Ammoniakwert unter 45 µmol/l liegen. In der Praxis wird weiter untersucht, wenn der gefundene Ammoniakwert 60 µmol/l oder höher ist. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die übergroße Mehrheit von Welpen mit Ammoniakwerten zwischen 45 und 60 µmol/l keinen Shunt haben. Darum ist die Grenze bei 60 µmol/l gelegt. Aber es sind mehrere Fälle bekannt von Cairn Terrier Welpen mit Ammoniakwerten zwischen 50 und 60 µmol/l die einen Shunt hatten. Hat ein Welpe einen Wert von 60 oder höher wird standardmäßig weiter untersucht, bei Welpen mit Werten zwischen 50 und 60 µmol/l wird in einigen Fällen zur weiteren Untersuchung geraten.
Für viele ist es schwierig zu begreifen, dass ein Welpe mit einem Ammoniakwert von 57 µmol/l sehr wohl einen Shunt haben kann, während ein Welpe mit einem Wert von 78 µmol/l möglicherweise keinen hat Man muss sich hierbei realisieren, dass es bei diesem Test um das Messen einer sehr geringen Menge von Ammoniak im Blut geht. Nur ein Test, der nach einer speziellen Methode, sehr sorgfältig durchgeführt wird, ist aussagekräftig.
In der Praxis bleibt, dass man bei Ergebnissen zwischen 50 und 80 µmol/l von einer “Grauzone” spricht. Entweder der Hund hat einen Shunt und durch Zufall hat er bei der Untersuchung keine sehr stark erhöhten Ammoniakwerte, oder der Hund hat keinen Shunt und durch Zufall hat er nur leicht erhöhte Ammoniakwerte. Nur weiterführende Untersuchungen können in diesem Bereich Gewissheit schaffen.
Bei Irish Wolfhounds gelten höhere Grenzwerte als die hier genannten.
Ammoniak-Toleranz-Test
Bei Hunden mit erhöhten Ammoniakwerten wird ein Ammoniak-Toleranz-Test durchgeführt. Dafür muss der Hund nüchtern sein. Es wird zunächst etwas Blut abgenommen, und der Ammoniak Wert bestimmt. Danach wird eine kleine Menge Ammoniak-Lösung in den Enddarm eingebracht Diese Menge wird bei gesunden Hunden durch die Leber abgebaut. Nach 20 und 40 Minuten, wird jeweils noch mal eine kleine Menge Blut abgenommen, um den Ammoniak-Wert zu bestimmen. Bei gesunden Tieren findet kein Anstieg der Ammoniak-Konzentration statt, bei Tieren mit einem portosystemischen Shunt findet ein sehr deutlicher Anstieg statt ( meist über 150 µmol/l ). Es gibt keine Relation zwischen der Höhe der Ammoniak-Konzentration und der Größe des Shunts und der Schwere der Symptome.
Auch beim Ammoniak-Toleranz-Test spricht man von einer Grauzone : In manchen Fällen findet eine geringe Erhöhung der Ammoniak-Werte statt, die höchstwahrscheinlich als normal angesehen werden muss. Die Durchführung eines Ammoniak-Toleranz-Tests ist eine Möglichkeit um herauszufinden, ob in der Tat kein Shunt vorhanden ist.
Der Ammoniak-Toleranz-Test ist weder für einen erwachsenen Hund noch für einen Welpen belastend.
Gallensäuren Test
Gallensäuren werden von der Leber produziert und zwischen den Mahlzeiten in der Gallenblase gespeichert Sie werden in den Darm freigegesetzt, um Fette aufzuspalten und aufzunehmen und dann resorbiert und wieder gespeichert bis sie wieder benötigt werden. Hunde mit Lebershunt haben erhöhte Gallensäuren Werte im Blut, weil die Leber keine Möglichkeit bekommt, diese Stoffe zu entfernen und zu speichern, nachdem sie resorbiert wurden.
Hunde mit einem Shunt werden nahezu immer erhöhte Gallensäurenwerte 2 Stunden nach der Nahrungsaufnahme haben und ca. 95 % haben gewöhnlich erhöhte Gallensäurenwerte nach 12 stündigem Fasten. Die Blutprobe wird aus verschiedenen Gründen zu beiden Zeiten entnommen. (nüchtern - preprandial und nach dem Füttern - postprandial ). Einige Hunde setzten Gallensäuren mitten in der Nacht frei, sie haben dann natürlich einen höheren Wert als das bei Nüchtern Proben üblich ist. Andere Hunde können nach dem Fressen Fett in Ihrem Blut haben, welches den Test stören kann. Wenn nur eine Blutprobe genommen werden kann, dann ist es das Beste die Probe zwei Stunden nach den Fressen zu nehmen.
Gallensäuren können bei allen Lebererkrankungen erhöht sein. Die meisten Hunde mit Lebershunt haben nach der Fütterung Werte von über 100 µmol/l (normal <15-20 µmol/l).
Anstelle der Fütterung als Stimulation, kann dem Hund auch ein Medikament Namens Takus injiziert werde. Nach 20 min. wird dann der Postprandialwert bestimmt. Hier liegen die Vorteile darin, dass es schneller geht, und die fütterungsabhängigen Ungenauigkeiten wegfallen.
Ein Lebershunt kann nicht alleine über diese Blutwerte diagnostiziert werden. Es sind weitere Untersuchungen nötig um Gewissheit zu bekommen.
Ultraschall
Die Diagnose eines Shunts mit Ultraschall erfordert sehr viel Erfahrung und unter Umständen auch spezielle Geräte (Dopple). Diese Methode ist stark abhängig vom durchführenden Tierarzt. Der Vorteil liegt darin, dass es eine nicht invasive Methode ist und für gewöhnlich keine Anästesie erfordert Wird bei der Ultraschalluntersuchung kein Shunt gefunden, so kann man nicht sicher ausschließen, dass der Hund trotzdem einen Shunt hat.
Szintigraphie
Eine Szintigraphie ist eine nuklearmedizinische Bildgebende Untersuchung, die den Blutfluss misst. Um zu beurteilen, ob ein Hund einen Shunt hat, wird nach mehreren Einläufen, ein radioaktives Material in den Darm eingebracht und mit einer speziellen Kamera untersucht, die an einem Computer hängt. Der Computer misst die Menge des radioaktiven Blutes im Herzen und in der Leber und vergleicht diese Beiden. Normale Tiere haben eine Shunt Fraktion ( Menge des Blutes im Herzen minus der Menge des Blutes in der Leber ) von weniger als 15 %. Mit anderen Worten, wenigstens 85% des radioaktiven Materials gelangen in die Leber. Hunde mit einem Shunt haben gewöhnlich Shunt Fraktionen über 60%, da das meiste Blut an der Leber vorbei fließt und direkt zum Herzen geht. Szintigraphie ist sicher und schnell, aber es erfordert starke Sedation oder Narkose. Die Tiere müssen danach wenigstens eine Nacht stationär beobachtet werden, bis die radioaktive Substanz über Stuhlgang und Urin vollständig ausgeschieden ist. Die Szintigraphie sagt uns, dass ein Shunt vorhanden ist, aber in den meisten Fällen kann der Veterinär nicht sagen ob der Shunt innerhalb oder außerhalb der Leber ist, noch ob es mehr als ein Shunt ist, noch ob der Shunt angeboren oder erworben ist.
Portogram
Ein Portogram ist eine Röntgenuntersuchung der Blutgefäße zur Leber. Da Blutgefäße auf normalen Röntgenbildern nicht leicht zu sehen sind, muss ein Kontrastmittel in ein Blutgefäß im Bauchraum gespritzt werden. Dazu wird ein kleiner Bauchschnitt gemacht und in eine Darmvene wird ein Katheder eingebracht, durch den dann das Kontrastmittel injiziert wird. Das Kontrastmittel kann auch direkt durch die Haut in die Milz injiziert werden. Ein Portogram erfordert eine Narkose und ist invasiver als eine Szintigraphie. Für gewöhnlich ist es sehr sicher. Ein Portogram liefert ein Bild von dem Shunt, so dass der Tierarzt sehen kann, wo genau sich der Shunt befindet und ob es mehr als einer ist.


Kann ein Shunt mit Hilfe einer Leberbiopsie diagnostiziert werden ?
Bei einer Leberbiopsie wird etwas Lebergewebe entnommen, welches dann im Labor untersucht wird. Bei Tieren mit einem Shunt ist die Leber kleiner als normal, da sie durch die geringe Durchblutung atrophiert. Auf einer Leberbiopsie erscheinen die Gefäße geschrumpft. Einige Gefäße sind sehr klein während andere sich vervielfältigen bei dem Versuch die Blutzufuhr zu verbessern. Diese Veränderungen nennt man Hepatische Microvaskuläre Dysplasie. Microvaskuläre Dysplasie ( MVD oder HMD ) kann auch bei Hunden ohne Lebershunt auftreten. Es sind weitere Tests notwendig um herauszufinden, ob auch ein Shunt vorhanden ist.

Behandlung:
Hunde mit Shunts werden in der Regel mit spezieller Diät und Medikamenten stabilisiert, um die Menge an Toxinen, die im Magen-Darm-Trakt produziert und aufgenommen werden, zu reduzieren. Hunde die besonders krank sind, benötigen vielleicht auch Infusionen, um den Flüssigkeitshaushalt zu stabilisieren, bei zu niedrigem Blutzucker Infusionen mit Glucose.Einläufe können helfen Darmtoxine zu entfernen, bevor sie aufgenommen werden, und Medikamente wie Valium können nötig sein, um Anfälle zu verhindern.
 Diät: Da viele Toxine die im Darm produziert werden, vom Protein herrühren, ist es wichtig bei der Diät den Proteingehalt zu reduzieren. Normale Futter für Erwachsene und Welpen haben oft einen Proteingehalt zwischen 25 und 29%, und enthalten oft auch tierische Nebenerzeugnisse. Hunde mit einem Shunt brauchen qualitativ sehr hochwertiges Protein aus Milch und Pflanzen. Der Proteingehalt sollte auf 18% oder niedriger ( bezogen auf die Trockensubstanz )beschränkt sein. Die Diät soll leicht verdaulich, reich an natürlichen Antioxidanzien und niedrig in den Kupfer- und Eisenwerten sein
Lactulose: Viele Toxine, die im Darm aufgenommen werden, werden von normalen Darmbakterien produziert. Lactulose verändert den PH-Wert im Darm, und vermindert so die Aufnahme von Ammoniak und anderen Toxinen und schafft eine ungünstige Umgebung für die toxinproduzierenden Bakterien.Es wirkt auch abführend, so dass durch die schnellere Ausscheidung weniger Toxine aufgenommen werden können. Im Grunde ist Laktulose eine Zuckerlösung ( Milchzucker). Die Hauptnebenwirkung ist Durchfall. Die Dosis muß daher so angepasst werden, dass der Kot des Hundes weich, aber geformt ist.
Antibiotika: Wenn die klinischen Symptome nicht alleine mit Diät und Lactulose kontrollierbar sind, werden Tierärzte oft Antibiotika verschreiben, um die Anzahl der toxinproduzierenden Bakterien im Darmtrakt zu reduzieren. Antibiotika sind ebenfalls notwendig, wenn der Hund eine Blasenentzündung hat.


Können Hunde mit Shunts ausschließlich mit Medikamenten behandelt werden ?
Eine medikamentöse Therapie kann einen Lebershunt nicht heilen. Sie hilft die klinischen Symptome zu kontrollieren. Bei den meisten Hunden verbessert sich der Zustand mit passender Diät und Medikamenten sofort, und ungefähr ein Drittel der Hunde, die so behandelt werden können damit auch realtiv lange leben. Unglücklicher Weise wird aber die Hälfte der Hunde die nur medikamentös behandelt werden, für gewöhnlich innerhalb von 10 Monaten nach der Diagnose eingeschläfert, aufgrund von unkontrollierbaren neurologischen Syptomen, wie Anfälle, Verhaltensveränderungen, und fortschreitender Leberschädigung. Hunde denen es unter der Langzeitbehandlung realtiv gut geht sind gewöhnlich älter, wenn sie diagnostiziert werden, haben ein normaleres Blutbild und haben weniger schwere klinische Symptome.
Eine Operation bietet den meisten Hunden die einzige Chance auf ein langes und gesundes Leben.
Operation
Im Prinzip wird ein portosystemischer Shunt behandelt, indem man ihn operativ verschließt. Die Operation erfordert Spezialisten mit viel Erfahrung. Bei den meisten Hunden ist es nicht möglich den Shunt sofort komplett zu verschließen, da die Leber oft unterentwickelt ist, und auch die Blugefäße innerhalb der Leber oft nur wenig entwickelt sind, und sich nicht so schnell öffnen. Bei einem kleinen Prozentsatz von Hunden ist die Pfortader schlecht ausgebildet und in seltenen Fällen fehlt sie ganz.
Die am häufigsten angewendete Methode zum Verschluss des Shuntgefäßes ist die Ligatur. Der Shunt wird mit Nahtmaterial nicht ganz, aber soweit wie möglich geschlossen. Das Shunt Gefäß zuviel zu verschließen kann zu portalem Hochdruck führen, zu viel Auflassen bringt einen unzureichenden Effekt. Ist die OP aufgrund der Gegebenheiten nicht ausreichend erfolgreich gewesen, kann man ca. 2-3 Monate später, wenn sich die Leber entwickelt und an den Blutfluß gewöhnt hat erneut operieren.
Eine weitere Methode ist, um das Shunt Gefäß einen “Ameroid Constictor Ring” zu legen. Ein “Ameroid Constrictor” ist ein Metallband mit einem inneren Ring aus getrocknetem Casein, einem Milcheiweiß. Im Körper nimmt der innere Ring, normale Flüssigkeit auf und schwillt dadurch an, und verschließt auf diese Weise das Shuntgefäß. Zusätzlich wird durch den Ring eine Entzündung bewirkt, die ebenfalls den Verschluss des Gefäßes unterstützt. Die Zeitspanne innerhalb der das Gefäß durch den Ameroid Constrictor Ring verschlossen wird, schwankt zwischen wenigen Tagen und drei bis vier Wochen. Der Metallring bleibt auf Röngenaufnahmen und ähnlichem immer sichtbar.
Intrahepatische Shunts sind schwieriger zu finden und zu schließen, als extrahepatische Shunts.
Die Shunt OP erfordert in der Regel einen stationären Klinikaufenthalt von ca. 4 Tagen. Nach der OP wird der Hund intensivmedizinisch überwacht.
Die Kosten für eine Operation liegen bei ca.1000 € - 1500 €
Komplikationen:
Es bestehen die gängigen Risiken die eine große Operation durch Narkose etc. mit sich bringt.
Eine der häufigsten Komplikationen ist das Entstehen eines portalen Hochdrucks. Dies geschieht, wenn sich die Leber dem ansteigenden Blutfluß nicht anpassen kann. Der Druck innerhalb der portalen Blutgefäße erhöht sich dann. In manchen Fällen kann dies zum Tode des Tieres führen. Es gibt verschiedene Faktoren, die diesen portalen Hochdruck verursachen können.
Ein geringer Prozentsatz der Hunde kann nach der Operation Anfälle bekommen. Diese Anfälle treten gewöhnlich innerhalb der ersten drei Tage nach der OP auf. Die Ursache ist noch unbekannt, und man kann auch nicht vorhersagen bei welchen Hunden es auftritt.
Bei Hunden mit intrahepatischen Shunts sind Komplikationen häufiger.
Nach der Operation:
Die Überlebensrate der Operation liegt bei über 90%.
Die Langzeit-Erfolgsrate liegt bei ungefähr 85%. Ca. 15% der Hunde haben auch weiterhin Probleme, möglicherweise, weil die kleinen Blutgefäße innerhalb der Leber auch abnormal sind. Diese Hunde entwicken für gewöhnlich “multiple erworbene Shunts” und müssen lebenslang mit proteinarmer Diät und Lactulose behandelt werden.
In den meisten Fällen wird die erste Zeit nach der Operation die proteinarme Diät fortgeführt. Unter Umständen wird der Tierarzt aber auch eine individuelle Diät verschreiben. Mit dem Verschließen des Shunts wird auch die Leber anfangen zu wachsen und oft innerhalb von 2-4 Monaten ihre normale Größe erreicht haben. 4-12 Wochen nach der OP ist eine Nachuntersuchung notwendig um zu sehen ob der Shunt komplett geschlossen ist.


Ernährung für Hunde mit PSS
Eine spezielle Diät ist für Hunde mit Lebershunt absolut notwendig. Die Diät soll folgendes erzielen: Die Produktion von Toxinen (Giftstoffen) muss reduziert werden und die Aufnahme von Toxinen aus dem Darm soll verringert werden, gleichzeitig muss sie den Hund ausreichend mit Energie und Nährstoffen versorgen.
Viele Toxine die im Darm produziert werden sind eine Folge des Proteins. Bei der Aufspaltung von Protein entsteht z.B.. als Nebenprodukt Ammoniak. Daher muss die Diät einen wesentlich geringeren Proteinanteil enthalten als im Futter für einen gesunden Hund. Der Hund braucht aber gleichzeitig auch Protein. Für einen Hund mit PSS ist es deshalb wichtig, dass das Protein qualitativ hochwertig und hoch verdaulich ist. Am besten geeignet sind Milch- und Pflanzenproteine. Der Proteingehalt sollte auf 18 % i.d.Tr. begrenzt sein.
Der Handel stellt einige geeignete Fertigprodukte zur Verfügung die über den Tierarzt zu beziehen sind. Royal Canin Hepatic und Renal und Hills L/D und K/D. Die Sorten gibt es jeweils als Trockenfutter und als Dosenfutter.
Generell gilt den Hund mehrmals täglich in kleinen Portionen zu füttern.
Viele Hunde mit PSS sind aber sehr mäkelige und schlechte Fresser. Oft muss man das Futter deshalb auch selber zusammenstellen, damit man den Hund überhaupt dazu bekommt etwas zu sich zu nehmen.
Gut geeignet sind Nudeln, Kartoffeln, Weizen, Reis und ähnliches. Gemüse wie Möhren, Pastinaken etc., geringe Mengen Obst. Der Proteinanteil sollte zu einem sehr hohen Anteil aus Milchprotein gedeckt werden, wie Hüttenkäse, Quark und Joghurt. In geringen Mengen hartgekochte Eier, und wenig mageres hochwertiges Fleisch oder nicht fettiger Fisch.
Manchmal hilft es auch aus, das Fertigfutter etwas zu ergänzen, zum Beispiel mit einem Löffel Hüttenkäse, Gemüse oder mit selbst gekochter Fleischbrühe.
 

 

 





Auf alle Seiten, Schriften und Bilder besteht Copyright von Jardin de Paradis